30. Juni 2015

Hallo meine Lieben.
Gestern bin ich leicht ausgerastet, habe mein Handy an die Wand geworfen, mich geschnitten, vorgestern hatte ich einen Rückfall was das Übergeben nach dem Essen anbelangt, und ja. Die letzte Woche war nicht meine. Echt nicht.
Aber irgendwie muss ich wieder hoch kommen. Heute morgen gab es einen Hoffnungsschimmer in mir. Ich bin aufgewacht und war irgendwie motiviert. Habe irgendwie gemerkt, dass es doch auch irgendwie schönere Dinge im Leben gibt, als sich ständig an Krankheit und Unsicherheit zu klammern. Vielleicht bin ich einfach unsicher, weil S. jetzt nicht mehr bei mir arbeitet, und weil jetzt 5 einhalb Wochen Urlaub anstehen. Ich habe Angst vor dem Leben, wobei, eigentlich ist es eine Angst vor so momenten wie gestern, wo einem alles entgegen kommt, wo alles zusammen fällt und ich nichts mehr tun kann, nur noch so vollkommen aggressiv sein und versuchen müssen, mich abzureagieren.
Am Ende habe ich geweint, meinem Berater eine völlig depressive Mail geschrieben, den Soundtrack von Game of Thrones gehört und irgendwie ging es mir dann besser. Konnte die ganze Wut rauslassen. Aber unsicher bin ich noch immer.
Hab aber heute beschlossen, erstmal morgen oder übermorgen (heute ist mein letzter Arbeitstag) ein bisschen neue Kleidung zu kaufen, habe irgendwie 3 Jeans auf der Arbeit kaputt gekriegt und habe nur noch 2 die noch passen und nicht so oll aussehen. Und T-Shirts für den Sommer brauche ich auch :-)
Das wird ein Spaß!

LG, eure Neva.

Gebt nicht auf irgendwie Leute. Das Leben muss weitergehen. Lasst euer Leben nicht die Kontrolle übernehmen. Denn es ist euers!


28. Juni 2015

62,6 kg

Hallo ihr Lieben.

Heute ist der offiziell letzte Tag unserer Theater-Saison. Die letzte Vorstellung. Am Mittwoch nächste Woche ist mein letzter Arbeitstag. Ich weiß noch nicht so richtig, ob ich mich freuen soll oder so?
Ich habe 5 Wochen Urlaub, eher 5,5. Die ersten 2 Wochen sind schon arg zugepackt, und ich freue mich darauf, etwas von Deutschland zu sehen, ich fahre einmal nach Köln und für 3 Tage nach Hamburg, und in der dritten Woche fahre ich nach Borkum :-) Da freue ich mich wirklich drauf, weil ich denke, dass ich vielleicht wirklich diesen Windsurf-Kurs machen kann, wenn ich genug selbstvertrauen habe, mich dort alleine anzumelden. Aber ich denke, das ist nur noch eine Frage der Zeit.

Leider habe ich die ganze Woche über wieder überdurchschnittlich viel über meine Essgewohnheiten gegrübelt und 1,3 kg abgenommen. Ich habe zwischen 1200 und 1900 kcal zu mir genommen und war irgendwie oft in der ES-Welt zugegen.
Wie gesagt glaube ich, dass ich irgendwie nicht so richtig mit Stress-Situationen umgehen kann.
Entweder liege ich dann den ganzen Tag im Bett und lese (noch die beste Option, führt aber oft zu depressiven Verstimmungen), oder ich flüchte in die Bekannte Welt des Kalorien-zählens. Oder aber ich versuche, klarzukommen, und habe dann aber einen SVV-Rückfall, wenn ich dann doch zu schwach bin.
Ich suche mir halt dann bekannte Dinge, um mich nicht mit meinem Leben auseinander setzen zu müssen. Auch wenn das selbstzerstörerische Dinge sind.
Insgesamt bin ich gerade wieder fasziniert von der "Perfektion".
Das hieße für mich:

Arbeiten gehen, lernen, Ordnung halten, schöner Körper, Selbstpflege, informiert sein.

Aber würde ich das erreichen, wäre ich wohl auch nicht zufrieden...
Außerdem gehört zur Selbstpflege auch ein wenig Selbstrespekt, und auch, sich gut zu behandeln, und das fällt mir grade irgendwie schwer diese Woche.


Ansonsten habe ich mal wieder ein Buch fertig gelesen: Das Lied von Eis und Feuer 1 ("Die Herren von Winterfell")


Wie die meisten von euch sicher wissen, ist "Das Lied von Eis und Feuer" die Buch-Reihe zu der Erfolgs-Serie "Game of Thrones".
Um nur kurz etwas zum Inhalt zu sagen:

Die Geschichte spielt in einer Welt, die unserem Mittelalter (wie ich es mir vorstelle :-D) sehr ähnelt.
Die Handlung wird darauf hinauslaufen, dass sich viele der großen Familien und deren Oberhäupter um den Thron kämpfen, was erstmal uninteressant klingt. Wer die Serie kennt, weiß, dass dem nicht so ist (ja, ich mache Werbung für die Serie, denn die ist wirklich erstklassig und hat mir viele Abende versüßt)
Im ersten Buch "Die Herren von Winterfell" wird die Familie Stark eingeführt, man lernt Daenerys kennen, die als 14-jährige an Kahl Drogo verkauft wird, ein Wilder, der mit seinem Stamm die ganze Zeit auf Pferden unterwegs ist. Und man bekommt einen ersten Eindruck von der Familie Lennister, die später auch um den Thron kämpfen wird.

Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Charakters geschrieben, was jeweils durch die Kapitelüberschrift geklärt wird, das ist aber nicht weiter ein Problem, nur am Anfang etwas verwirrend.
Ich habe allerdings 3 Monate an dem 500-Seiten-Schinken gelesen, weil ich die Handlung aus der Serie ja schon kannte und es immer wieder aus der Hand gelegt habe. Es ist also nicht soo spannend, das man es in einem Rutsch weglesen könnte, wobei meine beste Freundin einmal den 7. Teil glaube ich an einem Tag gelesen hat :-D

Hm. Ich weiß jetzt nicht, ob meine Rezension da wirklich hilfreich ist, auf jeden Fall habe ich mir das zweite Buch der Reihe jetzt auch schon gekauft weil der Schreibstil auch echt schön ist und mich die Story und die Welt einfach fasziniert.
Allerdings lese ich gerade noch an "Lügen-Mädchen" von Luana Lewis.

Liebe Grüße,
eure Neva

24. Juni 2015

über die Einfachheit der ES

Meine Lieben.
Nachdem ich jetzt wochenlang gut klar kam, drehen sich nun meine Gedanken wieder fast non Stop um Themen wie Kalorien, abnehmen, Lebensmittel.
Ich vermute, dass ich einfach mich selbst überfordere mit meinen Erwartungen an mich selbst. Und es passieren so viele stressige oder negative Dinge in meinem Leben, bei denen ich nicht weiß, wie ich Herr der Lage werden soll. kann.
Ich vermisse S. jetzt schon, am Sonntag ist sein letzter Arbeitstag bei uns, im Oktober geht er nach Australien für ein Jahr. Allerdings habe ich auch Gewissensbisse ihm gegenüber, weil wir noch so viel machen, ich aber weiß, dass aus uns niemals ein Liebespärchen wird. Nie. Nie. Nie.
Das macht mir auch zu schaffen, und oft genug möchte ich ihn trotzdem einfach um mich haben, weil er einfach die Hälfte meines Freundeskreises ausmacht. Jetzt weiß ich nicht, was ich in sein Abschiedsbuch schreiben soll, wie ich mich da von ihm verabschieden soll. Oder wie ich überhaupt goodbye sagen soll. Dann immer wieder diese Konfrontationen mit J. Und die Aussicht auf einen neuen Azubi, nach den Ferien. Ich habe immer Angst, nicht mit den neuen Leuten klarzukommen, oder dass ich mich Minderwertig gegenüber denen finde. Das kann schnell passieren. Außerdem heute diese Vorstellung wo ich mitmache, da hab ich zwar spaß dran, aber irgendwie auch Angst vor. Dann war ich grade Joggen, konnte aber nicht und bin nach 5 Minuten umgedreht und war dann stinkig auf mich selbst. Und überhaupt, ich will nur noch schlafen und alleine sein.
Und das alles ist so entmutigend, dass ich lieber nicht darüber nachdenke, sondern mich wieder in meine ES-Gedanken flüchte. Weil das kenne ich, auch die Traurigkeit. Damit kommt man klar. Irgendwie.

Ich fühle mich so unglaublich scheiße. als würde ich die ganze Welt behandeln wie Dreck. In Wahrheit behandel ich mich selber wie Dreck. Aber ich will nicht jeden Tag für mein Glück kämpfen. Denn irgendwie bedeutet das bei mir nur, die realität auszublenden, wegzuschieben, bis sie irgendwann ankommt und mich mit voller wucht überrollt.