21. November 2014

-Du liebst sie, sie liebt mich und ich liebe dich. So wird niemand glücklich, und die Welt ist in Ordnung.- S.

Ich hatte mich in eine Frau verguckt- echt blöd, sie hat sich in S. verliebt, und irgendwie haben wir das rausgefunden, diese ganze beschissene Kiste und ich bin fertig.
S. kommt nicht drauf klar, dass sie sich in ihn verliebt hat, glaube ich, er weiß, das ich sie heiß finde und ihm irgendwie aber doch hinterher trauere, obwohl wir wie Bruder und Schwester sind. Das läuft gut. Aber das war wohl alles nicht schlimm genug. Nein, da kommt diese Frau daher und dann. BÄHM! Totaler Brainfuck. Ich bin fertig. Erst gönnt das universum mir S. nicht, und dann auch noch diese Frau. und dann das. oah.
Entschuldigt, das muss einfach raus. S. hat eben gesagt: "Ich muss sagen, du kommst viel besser darauf klar, als ich dachte." -Ja S. geht mir genauso. Danke.
Ich warte darauf, in ein Loch zu fallen. Aber es passiert nicht. Meine Löcher werden ausgelöst durch Gedanken wie: "das war mein letzter Sommer mit ihm, nächstes Jahr arbeiten wir nicht mehr zusammen (er möchte kündigen) und dann zieht er vielleicht weg" Das zieht mich völlig runter. So besessen, wie ich beinahe von ihm bin, ich hätte immer gedacht: Das muss liebe sein.
NEIN FUCK!!! Warum?! Ich glaube, ich habs einfach noch nicht verkraftet. Und dann auch noch ah. Es ist alles so fernseh-Mäßig. So Seifenoper. IH.
Heute ist so eine Nacht, da erschrecke ich vor meinem eigenen Schatten, fühle mich beobachtet, dann quatscht mich auf dem Heimweg von der Arbeit noch so ein Typ an, und oh man, ich bin ihn fast nicht mehr losgeworden, und es ist auch noch einer von den Männern, die jetzt bei uns auf der Straße in Wohncontainern untergebracht sind (so Asylmenschen) und ich habe irgendwie angst vor denen. Ich meine, die sprechen dich mitten in der Nacht an, sprechen (natürlich) kein Deutsch und sind total notgeil (das sind 50 Männer, keine Frauen da in dieser "Siedlung"). Das hat mir den Rest gegeben. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Und der Döner liegt auch schwer in meinem Magen.
61,1 kg. Es geht nicht. Ehrlich gesagt, in letzter Zeit sehe ich mich häufig in Fensterscheiben an und empfinde meinen Körper als hübsch. Am Tag bin ich stolz auf diesen Gedanken, freue mich, dass ich meinen Körper anscheinend akzeptieren kann (auch wenn es irgendwie immernoch schwer ist, meinen Körper und meinen Geist irgendwie als Einheit zu sehen, ich rede immer von "meinem Körper") und Nachts, sehe ich dieses Wissen als etwas schlimmes an. Ich bin hübsch, jemand könnte das auch so sehen und mich irgendwie in einen Busch zerren oder so. Klingt komisch und albern oder übertrieben, aber ich habe Angst davor. Irgendwie.

Gedankengewusel-Post.
Tut mir leid, musste raus.
Hab euch lieb.

Eure Neva

20. November 2014

Mich beschäftigt im Moment das Thema "Überfluss" sehr. Und die Gesellschaft, in der wir leben. Jene Gesellschaft, die im Überfluss lebt. Ich bin Azubi. Ich habe nach Abzug der monatlichen Miete von 210 Euronen noch ca. 400€ für Lebensmittel, Kleidung und alles andere im Monat. Das ist nicht besonders viel. Aber ich kann mir dafür schon unglaublich viel leisten. Ich kann in einen Supermarkt gehen und die Lebensmittel kaufen, die ich wirklich mag, und das sehe ich schon gar nicht mehr, dass ich das halt kann. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Oftmals, wenn durch unseren riesigen Laden gehe (der 1,5 km von meiner Wohnung entfernt ist) frage ich mich, wer diese Lebensmittel alle kaufen soll, und wie viel von all diesen Waren weggeschmissen wird und wie viele Leute, die sich keine Lebensmittel leisten können, von dem, was wir so wegschmeißen, satt würden. Das soll jetzt nicht son Aufruf zu "Helft den Armen" sein, aber ich glaube, dass viele Leute in unserer Gesellschaft das gar nicht mehr wahrnehmen, wie gut es uns eigentlich geht. Wir hetzen alle von einem Termin zum nächsten, nehmen uns keine Zeit, die wir mit unseren Freunden oder unserer Familie verbringen, wir leben gar nicht mehr richtig. - Obwohl wir´s könnten. Bisweilen gehe ich in den Supermarkt und bringe dort Stunden zu, weil mich das Angebot wirklich überfordert- da gibt es 5 Regale voller Obst und Gemüse, und mindestens 15 verschiedene Sorten Kaffee(pads) (ungelogen). Und ich glaube, wenn man das Leben einfach entschleunigen könnte, dann würden nicht so viele von uns krank sein. Wenn es Lebensmittel nicht so zu Hauf geben würde, dass einige Leute das Gefühl "Hunger" gar nicht kennen, dann würden nicht so viele Leute an einer Essstörung leiden (ist meine Meinung), und wenn man sich mal Abends gemeinsam mit seinen Eltern oder Kindern oder Geschwistern oder wem auch immer, an den Tisch setzen könnte, um gemeinsam etwas zu essen, oder zu erzählen oder so, dann würden auch nicht so viele Menschen depressiv sein. Ich glaube halt, das viele Leute am Wohlstand kaputt gehen. Klar, es wäre nicht einfacher, wenn man nicht genug Geld für Lebensmittel hätte, dann hätte man andere Sorgen, aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine.

Ich weiß im Moment einfach nicht so recht, worüber ich schreiben soll, aber dieses Thema hat mir irgendwie schon länger zu schaffen gemacht. Was denkt ihr denn darüber? Ich bin neugierig.
Ansonsten meld ich mich bestimmt die Tage wieder, insgesamt gehts mir gut, sehr gut sogar, Essen klappt ungewöhnlich gut, Arbeit macht ab und zu wieder Spaß und ich plane gerade meinen freien Samstag. Meine beste Freundin wird Kino-Karten reservieren, mal schauen, vielleicht treffe ich noch meine schwester, ich weiß es noch nicht genau.

Eure Neva

16. November 2014

Ich klicke mich durch verschiedene Blogs, jene, die ich auch einfach noch nicht kenne, finde die Blogs über die Follower-Listen anderer Blogs. Blogs, Blogs, BLOGS. Irgendwie find ich es verwirrend, frei zu haben den Abend. Bisher habe ich immer Abends gearbeitet, heute von 9:00-16:30 Uhr. Wie gesagt: Vewirrend.
Und naja. Jetzt stöbere ich halt auf Blogger rum.
Ich bin irgendwie verstört. Auf wie vielen Blogs einfach das Essen, Lebensmittel, Kcal und all so ein Zeug im Mittelpunkt steht. Da wird gesagt: " Es ist so unfassbar viel passiert" - Und dann wird da Seiten lang über die Entwicklung der eigenen Ernährungsweise geschrieben. Und was ist passiert außer all dem Essens-Krams? - Man erfährt es nie. Versteht mich nicht falsch, aber das Leben ist doch so viel mehr als das. Ich weiß nicht, steigert man sich nicht irgendwie in eine ES rein, wenn man nur darüber nachdenkt, schreibt und sich nicht auch mal mit anderen Bereichen in seinem Leben auseinandersetzt?
Also Leute, das ist in keinsterweise Kritik oder so, aber wow. Esse um zu Leben aber lebe nicht um zu essen. Diese Obsession, die viele Leute mit Lebensmitteln haben, wo kommt die eigentlich her? Also, ich habe sie auch, aber irgendwie macht sie doch das Leben kaputt. Und wenn man sich so durch die verschiedenen Blogs klickt, dann wird es ja echt deutlich, wie kaputt die Welt mitlerweile ist...