9. Juli 2016

Davon, wie ein Moment den Tag bestimmen kann.

"Komisch, das waren jetzt ein zwei Stunden, aber irgendwie ist es dann egal, wie der Rest des Tages war, wenn die zwei Stunden nur gut genug sind.", F.
Ich habe meine Prüfung bestanden. Ich bin jetzt Fachkraft. Ich bin jetzt erwachsen. Zumindest fühlt es sich so an, als sollte ich erwachsen sein, jetzt, so mit abgeschlossener Berufsausbildung.
Ich habe jetzt Urlaub, morgen ist das Abschlussfest der Spielzeit, und dann hat das Theater 6 Wochen zu.
Gestern bin ich dann noch abends, nach der Vorstellung, dahin gegangen, um mit F. anzustoßen, auf meine Prüfung, außerdem kommt er morgen nicht zur Feier, er fährt direkt in den Urlaub mit seinen Geschwistern.
Um 1 Uhr nachts sind wir bei BurgerKing gewesen, Pommes kaufen, dann haben wir uns mit seinem Auto an den Kanal gestellt, mitten in der Nacht, Musik gehört, und uns unterhalten.

Über verschiedene Religionen, über die Gesellschaft, über die anstrengenden Gastspiele in Hamburg (er hat mir sogar ein Kompliment gemacht, dass ich so selbstbewusst und selbstständig gearbeitet habe). Er hat sich nicht über J. und mich gestellt, wir haben darüber geredet, wie gut wir uns ergänzen. Und wie wir da so saßen, teilweise einfach nur bei der Musik mitgesummt haben, da fühlte man sich einfach nur so gut.
Wir wollen uns auch einfach mal in den Ferien treffen, einfach noch einmal grillen, oder Musik hören, genau wie gestern.

Und plötzlich. War der Tag ein guter. Ein sehr guter. :)
Und ja. Auch wenn wir das das ganze Jahr über nicht gesagt haben, gestern wusste man das.
Wir sind Freunde geworden.

30. Juni 2016

Die anstrengendsten Tage meines Lebens?

Hallo ihr Lieben!
Ich glaube, ich hatte noch nie so anstrengende Tage wie Montag und Dienstag. Diese Gastspiele in Hamburg. Zwei verschiedene Stücke, zwei verschiedene Theater. Ein Team. zwei Tage von 9:00 Uhr morgens bis 0 Uhr nachts. Mein Rücken schmerzte bereits am ersten Mittag, und am zweiten Tag kam der Muskelkater meines Lebens dazu. Ich WAR quasi der Muskelkater.
Aber so von jetzt aus betrachtet, hat es irgendwie sogar Spaß gemacht, mal rauszukommen, Hamburg zu sehen bzw. andere Theater. Ich hab wieder ein kleines Stück weit mein Selbstvertrauen ausbauen können, habe mehr mit den Technikern vor Ort gemacht, und habe die Stücke eingeleuchtet (was ich tatsächlich auf einem Gastspiel noch nie wirklich SELBER gemacht habe). Sonst hat das immer mein Kollege oder ein Beleuchter vom jeweiligen Gastspielort gemacht. Also irgendwie war das ein kleiner Erfolg für mich, und Gastspiele sind tatsächlich das, was mir am meisten Angst macht, so von dem, was mir auf der Arbeit so begegnet.
Ich mein, neues Equipment, neue Umgebung, lange Schichten und vor allem neue Leute.
Und Stück für Stück, werde ich besser, und ich kann diesmal auch einschätzen, wo meine Schwächen noch liegen, weder in der Planung, noch in der (konventionellen) Beleuchtung, sondern eher im Programmieren, und darin, das System erstmal aufzubauen,( Pult, Kameras, weiß der Geier was noch).
Das werte ich positiv. Und alles in allem bin ich stolz, dass ich es mit F.s Hilfe geschafft habe, und ich bin so so so froh, dass ich das hinter mir habe.
Jetzt gibt es nur noch ein Ding vor meinem Urlaub, das ich meistern muss. Die Präsentation und das Fachgespräch. Die ersten 2 aus meiner Klasse haben es schon geschafft. Mein Termin ist am 6.7.
Bisher habe ich noch nichts vorbereitet, aber das wird schon.
So, das ist jetzt wieder ein sehr Arbeitslastiger Post, aber ich bin auch sehr stolz und froh und das musste ich euch eben mitteilen!



LG, eure Neva

23. Juni 2016

Hallo ihr Lieben!
Ich dachte, es gibt noch mal ein kleines Update. Heute scheint hier die Sonne, und da ist es so viel einfacher zu glauben, dass der Tag etwas gutes bringen könnte, und überhaupt positiv zu denken!
Ich habe heute etwas länger geschlafen, weil ich echt die letzten drei Nächte relativ wenig geschlafen hab, und jetzt brauchte ich das einfach.
Sonntag fahre ich nach Hamburg für 4 Tage, zwei Gastspiele mit dem Theater. Auf den Sonntag freue ich mich, Montag und Dienstag werden aber sehr, sehr anstrengend. Mal abwarten.
Habt ihr schon mal versucht, den Tag positiv zu starten? Manchmal wache ich auf, und versuche direkt darüber nachzudenken, was an dem Tag positiv sein könnte. Ich versuche, jeden Tag als einzelnen zu sehen, nicht jetzt schon an morgen denken, so etwas.
Ich find das allerdings auch schwierig, weil da halt noch 3 Termine sind, "die mich von meinem Urlaub trennen". Aber wenn ich die schaffe, dann bin ich mit der Ausbildung fertig, UND ich hab die Gastspiele geschafft, Da denkt man dann aber automatisch irgendwie an DIESE Tage, oder?

Weil, da muss man ja auch planen, und lernen.
Im Moment läuft das alles nicht soo prickelnd, die Arbeit strengt mich genug an, dass ich nur noch Abends ein Stündchen lesen will und dann schlafe. Dementsprechend ist meine Wohnung unaufgeräumt, einkaufen war ich auch seit gut eineinhalb Wochen nicht, und nebenbei für die Prüfung lernen ist auch nicht so mein Ding. Mal gucken.

Wie macht ihr das, wenn zwei große Sachen anstehen? Erst eins planen, dann das andere, wenn das erste vorbei ist? Parallel? Oh man.

Ich hab das Gefühl, viel Sinn wird der Post hier nicht haben, aber irgendwie wollte ich schreiben.


Dann hoffe ich, ihr habt alle einen schönen Tag!
LG, eure Neva