20. August 2015

Premierenwoche

Hallo ihr.
Gestern war ich 14 h arbeiten, außer zum schlafen, arbeiten und Essen komme ich zu nichts mehr. Und selbst das wird manchmal schwer. Gestern hab ich um 9 gefrühstückt, um 15 Uhr zu Mittag gegessen und um 0:30 "Abendbrot". Oh man. Und frei hatte ich seit dem zehnten August genau einen Tag.
Samstag ist Premiere, mal schauen, ob danach erstmal alles wieder ein bisschen entspannter ist.
Ich meld mich bald.
LG, eure Neva 

16. August 2015

Heyho!
Ich habe die erste Arbeitswoche seit dem Urlaub überstanden. Die ersten 7 Tage, von denen ich an 5 arbeiten war und an einem in der Schule.
Eigentlich weiß ich jetzt, dass sich alles schon wieder einspielen wird, dass ich mich daran gewöhnen werde, wieder fast jeden Tag arbeiten zu gehen, und manchmal, da macht es großen Spaß und heute war ich wieder einmal stolz darauf, dass ich in einem Theater arbeite. Und etwas stolz auf mich, weil ich versucht habe, freundlicher mit meinen neuen Azubis umzugehen, und weil es mir einigermaßen gelungen ist.
Heute Abend war ich noch 2 Stunden mit meiner Kollegin E. aus, essen. Wir haben viel geredet und ich mag sie echt richtig gerne. Es hat gut getan, mit ihr auszugehen, und jetzt bin ich müde genug, schlafen zu gehen, aber noch nicht wirklich bereit, die neue Woche anzugehen.
Morgen gibt es die erste Probe zum neuen Stück. Wir spielen eines von Schiller. Da bin ich mal gespannt. Ich finde erste Proben immer super :-D.

Ich glaube, ich habe erst nächste Woche Sonntag, wenn überhaupt, meinen nächsten freien Tag. Und ich werde nächste Woche viel in der Schule verpassen, fürchte ich. Ich bin mir noch gar nicht sicher, wie ich das alles aufarbeiten soll :-( Es überfordert mich etwas, die Gedanken daran, wie viel ich tun müsste, um trotzdem alles hinzubekommen und zu lernen. Aber heute das Essen gehen hat mir auch total gut getan.
Ich weiß gar nicht so richtig, was ich noch schreiben möchte.
Ich habe mir einen Ratgeber gekauft, um meinem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl etwas auf die Sprünge zu helfen... hab ihn gestern in 2 h durchgelesen, 130 Seiten ungefähr.
Da steht, man soll sich täglich 30 Minuten mit dem Buch gönnen, um wirklich Erfolge zu bemerken.
Und es wird viel über den inneren Kritiker geschrieben, der einem zusetzt, woher er kommt, und was er nützt oder eben nicht nützt.
Ich fand es gut, aber es ist halt etwas merkwürdig, sich solche Ratgeber reinzuziehen. Ich will es aber mal versuchen, dass ich mich etwas mehr annehmen kann. Klingt einfach, scheint aber eine Lange, lange Reise zu sein.

LG, eure Neva

14. August 2015

Es ist nicht alles immer scheiße!

Hallo meine lieben Leser :-)

Die ersten Arbeitstage waren sehr, sehr anstrengend. Für mich nahezu Horror mäßig. S. ist weg und es gibt 2 neue in unserer Abteilung. Einer scheint ganz nett und cool zu sein, mit dem anderen kann ich überhaupt nicht umgehen. Er ist so ein unglaublicher Klugscheißer und ist sehr sehr selbstbewusst.
Das hat mich sehr schnell runter gezogen, weil ich mich gleich wieder mit Konkurrenzgedanken rumschlagen musste und mich mit ihm verglichen habe und in meinen Augen nicht mit einem Azubi im ersten Jahr mithalten konnte.
Wie das immer so ist. Ich kann mich selbst nicht einschätzen und finde bei mir selber immer nur Schwächen und Stärken erkenne ich nie.
Ich hatte also sehr viel mit meinem Selbstwertgefühl zu kämpfen.
Nach 4 Tagen hatte ich so einen Hass auf den neuen, dass ich gar nicht mehr nett zu ihm sein konnte.

Aber abends ist mir dann aufgefallen, dass das eigentlich Hass auf mich selber war. Unsicherheit.
Klar, der Typ ist nervig. Aber er hat bestimmt seinen Grund, warum er "klugscheißern" muss. Ich meine, der ist grade aus dem Schulalltag raus und muss seinen Platz finden in unserer Gruppe.
Und ich kann gerade gar nicht verstehen, dass wir jetzt eine neue Gruppe sein müssen, dass die Zeiten von S.,J. und mir vorbei sind, die im nachhinein gesehen so so schön war und wir drei haben als Gruppe wirklich gut funktioniert. Und das müssen wir auch jetzt schaffen, und dazu muss ich wieder mit den anderen arbeiten, nicht gegen mich, und schon gar nicht gegen die anderen.

Immer habe ich Feinde. Immer mache ich mir Feinde. Obwohl mir glaube ich kein Mensch in meiner Umgebung etwas böses will. Es ist meine Sichtweise, die alles immer verkompliziert.
Gestern lag ich wieder weinend im Bett weil ich der Ansicht war, dass ich nicht gut genug bin. Für meinen Arbeitsplatz zum Beispiel und dafür, die Prüfung zu schaffen (vor der ich eine heiden Angst habe).
Meistens bin ich aufgewacht, und habe "gegen mich" gelebt. Ich habe nicht gefrühstückt, weil ich dachte, das brauche ich nicht, Ich bin zur Arbeit gegangen mit dem Gefühl, wertlos zu sein. Ich habe mich mit den anderen verglichen, und nicht versucht, MIT den anderen zu Arbeiten, weil ich S. so sehr vermisse (Und das gegenwärtige Chaos im Theater nicht so gut ertragen kann weil das nach 5 Wochen erst einmal viel zu anstrengend ist) Und Abends bin ich nach Hause gekommen und war Fix und alle.

Aber es will mir keiner was. Der Einzige, der mir das Leben schwer macht, bin ich selber.
Ich habe es jetzt eingesehen, aber es ist nicht ganz einfach, da jetzt an mir zu arbeiten. Aber die Erkenntnis hat mir eine positive Energie gegeben, und ich will versuchen, auf der Arbeit jetzt zu versuchen, mit den anderen daran zu arbeiten, dass wir als Team funktionieren. S. bekomme ich nicht wieder, aber das heißt nicht, dass wir 4 nicht auch irgendwann ein gutes Team werden können.
Just keep trying.
Heute war Schule und morgen habe ich frei. Ich hoffe, dass ich die nötige positive Energie sammeln kann, um gescheit an den nächsten Arbeitstag am Sonntag ran zu gehen.
Wünscht mir Glück!


Liebe Grüße,
Neva