19. August 2018

Hamburg- ich komme!

Hallo ihr Lieben! :-)

Heute bricht der siebte Tag in Hamburg- meiner neuen Heimat an.
Mein Zimmer ist fertig eingerichtet und wunderschön, meine Mitbewohnerinnen scheinen nett zu sein und die erste Waschmaschinen- Überschwemmung ist auch überstanden...

Der Umzug war teuer, aber es ging erstaunlich reibungslos vonstatten. Nur die Fahrt wurde lästig lang durch zu viele Staus.


Nun, wie geht es mir?
Ich mag meine neue Umgebung, kann mir gut vorstellen, dass das hier mein neues Zuhause wird.
Die organisatorischen Dinge schrumpfen momentan wieder auf ein erträgliches Maß zurück, sodass ich versuchen kann, die letzten 2 Wochen Urlaub noch zu genießen.
Das fühlt sich unglaublich gut an, wieder das Gefühl zu haben, man hat den organisatorischen Kram wieder einigermaßen im Griff. Ohne mein Notizbuch hätte ich das nicht geschafft. (Ernsthaft- fast 40 Seiten nur to-do-Listen und Planungslisten) #organisationsknalltüte

Ich bin aufgeregt, nervös. Die neue Arbeit ist so unbekannt, dass sie fast schon Angst macht.
Okay, vielleicht nicht nur fast.

Aber es ist gut, das Teil 1 der Veränderung gut zu passen scheint. Ich fühle mich wohl- Hamburg ist eine schöne Stadt. Teil 2- die Arbeit- ist ja auch nicht in Stein gemeißelt. Wenn es nach einer gewissen Eingewöhnungszeit immer noch nicht passt, dann gehe ich eben wieder :D
Soviel zur Theorie.



Es gibt viele Angebote, seine Freizeit zu verbringen:

Nebenan ist eine Schwimmhalle.
Es gibt viele Parks in denen eigentlich auch immer etwas los zu sein scheint.
Ganz in der Nähe starten die SUPaddler zu ihrer Tour über die Außenalster.

Und ach ja! Straßenfeste gibt es auch. Mach einfach deine Fenster auf (weil es 28°C warm ist in deiner Dachgeschosswohnung) und lausche dem Klang von lärmenden Besuchern und irgendwelcher spanischen Live-Musik. Du wirst es lieben- oder auch nicht. Es war der Horror :D

Ich glaube, es gibt so viel zu entdecken, wenn man motiviert ist, die heimischen vier Wände mal hinter sich zu lassen.
Ich war viel spazieren in den letzten Tagen, hab mir Straßenschilder angeguckt und versucht, mir die Namen zu merken.
Habe Supermärkte ausgetestet und bin den Weg zum Bahnhof gelaufen.
Und mir sind viele Orte begegnet, an denen ich schon mal war (nur dass ich nicht wusste, dass sie so nah bei einander und jetzt fußläufig von meiner Wohnung entfernt liegen).



Eines kann ich jetzt schon sagen.
Ich bin froh doch erstmal in eine WG gezogen zu sein. Die Gesellschaft von anderen war schon immer wichtig für mich und gerade in der Anfangszeit, wenn man noch keine Leute in einer Stadt kennt (oder zumindest keine, mit denen man sich gerne treffen würde) kann es doch schnell langweilig werden oder einsam.
Nächste Woche fahre ich noch einmal nach Berlin und dann in den Urlaub, so dass ich beschäftigt bin :) Und dann lerne ich ja auch bald meine neuen Arbeitskollegen kennen.
Oh mein Gott. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

Na gut. Das war mal ein kleines Update von mir :)
Kennt sich jemand von euch in Hamburg aus und kann mir Orte oder Dinge empfehlen, die ich "unbedingt mal ausprobieren sollte?"

Liebe Grüße und bis bald,
Neva

18. Juli 2018

Lifeupdate (Umsiedlungspläne #1)

Hallo ihr Lieben.
Wieder ist so viel passiert- ein Update kann nicht schaden. Für mich- und für die, die noch mitlesen.

Gestern war mein persönliches Abschieds- Grillen. Ich bin raus aus dem Theater. Zumindest arbeite ich da jetzt nicht mehr. 5 Jahre war ich jetzt da. 5 Jahre waren eine verdammt schöne Zeit (#rosarotebrille).
Ich habe jetzt Urlaub, all meinen gesammelten und zustehenden Urlaub zusammen. Bis zum 1. September.
Dann fange ich bei meiner neuen Stelle in Hamburg an.
Morgen fahre ich hin - die Besichtigung und das Gespräch mit der WG war ein voller Erfolg. Wir alle können uns vorstellen für eine Weile zusammen zu wohnen.
Ich bekomme also endlich eine Wohnung mit Heizung und sogar mit Wanne (worauf ich mich total freue). Da kann der Winter doch kommen. :) Es gibt Dachfenster- also ist vielleicht auch insgesamt mehr Licht in meinem Zimmer. Vielleicht komme ich dann ja endlich mal schneller aus den Federn, ich faule Socke :D
Ich glaube, ich bin froh, dieses WG-Zimmer so schnell gefunden zu haben.
Ich bin nur leider voller negativer Gefühle. Traurigkeit, weil ich nicht mehr mit meinen Freunden in einem Theater arbeite und überhaupt, weil ich sie einfach verlasse. Bei mir wird Traurigkeit sehr schnell zu Wut- die dann ganz unberechtigterweise mich selbst oder andere trifft- da muss ich aufpassen.
Aber diese Traurigkeit ist in mir, und wenn es schlecht läuft, dann muss ich einige Wochen mit ihr umgehen, bis ich mir in Hamburg so etwas wie ein Leben aufgebaut habe.
Ich ziehe erst in 3 Wochen um.
Erst.
In 3 Wochen.
Wie schnell das im Endeffekt jetzt doch ging, oder?
Vor 3 Monaten ca habe ich meine erste Bewerbung abgeschickt und bald geht es los.
Ich habe Angst, dass das alles eine richtig falsche Entscheidung ist.
Andererseits denke ich auch, dass ich Hamburg irgendwann ausprobieren MUSSTE- und wer weiß, ob ich mich nächstes Jahr noch getraut hätte? Vielleicht hätte ich mich dann schon zu sehr an diesen Ort hier gebunden?
Vielleicht ist das eine dieser Chancen, die nur einmal kommen im Leben? (dramatisch ausgedrückt)
Und vielleicht ist es ein riesen Irrtum.
Oder genau das Richtige.
Oder.oder.ODER.

Ihr merkt, es ist nicht einfach. Ich bin traurig, deprimiert, appetitlos, ziellos, orientierungslos, alles-los. Und mein nächster Therapietermin ist erst in 27 Tagen.
Aber ich will das durchstehen, ich möchte mit guten Nachrichten zu ihr hingehen. Ich möchte meine Verträge unterschrieben und Leute für den Umzug mobilisiert haben, am besten schon umgezogen sein. Ich möchte mich freuen, auf das was kommt und vorwärts leben, nicht rückwärts.

Ich möchte meine Freunde mitnehmen und gleichzeitig Neues für mich entdecken.
Ich möchte so vieles- was ich nicht schaffen kann.
Ich kann nicht gleichzeitig mit 15 Leuten (grobe Schätzung) gleich viel Kontakt halten, ich kann nicht einen neuen JOB, eine NEUE WOHNUNG, neue MITBEWOHNER UND 15 Freunde unterhalten.
Das sollte ich mir gar nicht erst vornehmen.

Mir wurde mal gesagt, dass ich die Kontrolle vielleicht mal etwas lockern sollte, gucken, wie viele Dinge "eigentlich auch von allein laufen würden" wenn ich mein Kontrollbedürfnis nicht auf ALLES UND JEDEN loslasse.
Das wäre wohl der perfekte Moment, das auszutesten oder?
Nur was, wenn.

Ich schreibe hier immer wieder, man müsste was Neues ausprobieren, gucken, was zu einem passt.
Und jetzt tue ich genau das und merke, wie viel Angst das macht.
Aber es ist auch aufregend.
Und vielleicht.
Ganz vielleicht.
Wird es auch ganz, ganz toll.

Gute Nacht,
eure Neva

10. Juli 2018

Abschied?

Die letzte Woche mit meinem Theater fängt an.
Morgen.
Es fühlt sich komisch an, das zu schreiben.
Ja, ich war oft unzufrieden, genervt, überarbeitet, erschöpft... und doch... war es irgendwie... wie Familie? Ein Zuhause?
Ein Ort, an dem immer ein netter Mensch war, mit dem man reden konnte?
Die letzten 2 Tage hatte ich frei. Heute fiel mir die Decke auf den Kopf. Oder so. Ich habe gelesen. Ganz viel. In einem deprimierenden Buch. Blöd, dass man ausgerechnet dann traurige Bücher liest, wenn man selbst ganz durcheinander ist und sich nicht gut fühlt.
Ob das Sinn macht?
Und bedeutet das jetzt Abschied, nächste Woche?
Am Sonntag ist die Abschlussfeier. Viele Leute sehe ich am Sonntag zum letzten Mal.
Vermutlich wird der Sonntag nicht ganz Tränenlos :D
Und dann sind es noch 2 Tage, und dann war es das.
Das Kapitel ist dann vorbei. Irgendwie.
Dann kommt ein Neues.
Umbruchphase nennt es sich, und wenn alles gut läuft, bin ich danach nicht unglücklich.

Nachdem der Tag heute eher nicht so mein Ding war, musste ich heut nachmittag zur Dienstplanbesprechung (also hätte ich eh gemusst, ob der Tag nun gut oder schlecht war :D).
Nach dieser Besprechung ging es mir besser. Auch wenn schon Wochen besprochen wurden, in denen ich nicht mehr dort arbeite. Das war ein ulkiges Gefühl.
Aber vielleicht ist es kein Abschied, wenn die Leute mir so gut tun.
Wenn die Leute meine Freunde geworden sind.

Vielleicht ist dann Zeit, aus Kollegen Freunde werden zu lassen?
Sie um Rat zu fragen, sie nach Hause einzuladen, mit ihnen zu feiern?
Vielleicht muss ich danach nicht alleine in eine große Stadt ziehen.
Vielleicht bleiben ein paar von ihnen.
Vielleicht telefoniert man.
Oder man sieht sich, wenn ich mal nach Münster fahre?
Oder sie kommen mal nach Hamburg.

Es gibt so viele Möglichkeiten, so viele Gute.
Und nur eine Schlechte.
Mal abwarten.

Am Donnerstag hab ich meine erste WG-Besichtigung, drückt mir die Daumen! Vielleicht klappt es ja auf Anhieb, das wäre eine super Erleichterung.
Und ja, ich weiß, es ist unwahrscheinlich... aber ich kann verdammt charmant sein... ;)
(Und werde wahrscheinlich mit einem Pulli voller Katzenhaaren auf der Matte stehen, weil ich vorher ein Katzencafe ausprobieren möchte :D)
Soll ja Leute geben, die sowas mögen ...

Wahrscheinlich kommen hier in nächster Zeit eher so Zusammenfassungen der letzten Zeit, nur um diese spannende Zeit irgendwo festzuhalten und noch überhaupt IRGENDETWAS zu schreiben. Mal schauen. Ich lese bei anderen auf Blogs total gerne so Wochenrückblicke, vielleicht krieg ich das ja auch wieder hin :)

Also, ich meld mich!